Interkulturelle Woche 2026 in Wiesloch setzt Zeichen für Vielfalt, Demokratie und Begegnung

Unter dem bundesweiten Motto „dafür!“ beteiligt sich Wiesloch auch im Jahr 2026 wieder an der Interkulturellen Woche. Vom 27. September bis 8. Oktober 2026 lädt ein breites Bündnis aus Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen und Organisationen der Zivilgesellschaft zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen für Menschenrechte, Demokratie und ein respektvolles Miteinander.

Das diesjährige Programm zeigt die Vielfalt der Stadt auf ganz unterschiedliche Weise: Begegnungen, Kultur, Kunst, Lesungen, interreligiöser Austausch und gemeinsames Erleben stehen im Mittelpunkt. Die Veranstaltungen richten sich an Menschen aller Generationen und laden dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsame Erfahrungen zu machen.

Den Auftakt bildet am 28. September das Puppentheater „Die Koscher Maschine“ für Vorschul- und Grundschulkinder. Auf spielerische Weise vermittelt das Stück erste Einblicke in jüdische Traditionen und fördert Offenheit gegenüber unterschiedlichen Kulturen und Religionen.

Die Veranstaltungen finden um 10:00 Uhr und um 11:30 Uhr statt im Gemeindehaus St. Laurentius, Schlossstraße 1. Anmeldungen über standort.wiesloch@caritas-HDRN.de.

Am 29. September lädt die ruandische Autorin und Bildungsreferentin Tete Loeper in der Buchhandlung Eulenspiegel zur Lesung aus ihrem Roman „Barfuß in Deutschland“ ein. Das Buch erzählt eindrucksvoll die Geschichte einer jungen Frau, die nach Deutschland flieht und hier zwischen Hoffnung, Ausbeutung und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben ihren Weg sucht.

Ebenfalls am 29. September öffnet das „Café dienstag“ in der Friedrichstraße 5 seine Türen und lädt alle Interessierten bei Kaffee und Kuchen zu Begegnung und Austausch ein.

Ein weiteres Highlight ist am 30. September das Gemeinschaftskunstprojekt „Träume heben uns“ in der SPHV-Tagesstätte. Gemeinsam mit der ukrainischen Künstlerin Anna Berezina entsteht ein großes Kunstwerk, das Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringt und die verbindende Kraft gemeinsamer Träume sichtbar macht.

Der 1. Oktober steht ganz im Zeichen des interreligiösen Dialogs. Ein Online-Workshop vermittelt Grundlagen zu Judentum, Christentum und Islam, bevor am Abend eine Führung durch die Heidelberger Synagoge mit Informationen zum Sukkot-Fest stattfindet. Beide Veranstaltungen richten sich insbesondere an Haupt- und Ehrenamtliche.

Am 2. Oktober lädt der Interkulturelle Nachbarschaftstreff im Eine-Welt-Familienzentrum unter dem Motto „Reiselustige“ zu einem gemeinsamen Nachmittag mit Reisegeschichten, Fotopräsentation und internationalem Buffet ein. Parallel dazu findet das offene Begegnungsangebot „Café freitag“ in der Friedrichstraße 5 statt.

Traditionell beteiligt sich auch die DITIB-Gemeinde am Tag der offenen Moschee am 3. Oktober. Besucherinnen und Besucher erhalten bei Führungen Einblicke in das Gemeindeleben und haben Gelegenheit zum persönlichen Austausch bei Tee und Gebäck.

Den Abschluss der Interkulturellen Woche bildet am 4. Oktober das „Wohnzimmer der Kulturen“ im Gemeindehaus der Evangelischen Petrusgemeinde in der Friedrichstraße 5. Menschen unterschiedlicher Herkunft gestalten jeweils ein typisches Wohnzimmer ihres Heimatlandes und laden dazu ein, Spiele, Musik, Traditionen und Geschichten kennenzulernen. In entspannter Atmosphäre entstehen Begegnungen, die kulturelle Vielfalt unmittelbar erlebbar machen.

Auch über die eigentliche Aktionswoche hinaus setzt sich das Programm fort. Ab dem 8. Oktober ist im Rathaus Wiesloch die Ausstellung „Gastarbeiter als Pioniere des gesellschaftlichen Wandels“ zu sehen. Sie beleuchtet die Geschichte der Arbeitsmigration und erinnert an das bundesweit einzigartige Gastarbeiterparlament Wiesloch/Walldorf von 1971. Begleitend finden eine Filmvorführung sowie ein Podiumsgespräch mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen statt.

Die Interkulturelle Woche Wiesloch 2026 wird von der Partnerschaft für Demokratie Wiesloch unterstützt und durch das Bundesministerium für Bildung, Senioren, Frauen, Jugend und Familie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.